wortwerke - Christina Zacker

Buchautorin

Die Netikette für Emails - Teil 1

Grundlegendes

Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass es bei Emails keine „Benimmregeln“ gäbe. Es gibt sie – und zwar schon seit geraumer Zeit. Die so genannte Netikette (aus „net“ – wie Internet und „Etikette“) soll dafür sorgen, dass man sich im Umgang per Email an ein paar Regeln hält.
Emails kommen immer an – das ist in etwa vergleichbar, als würde ein Kollege an Ihre Bürotür klopfen und Sie um ein Gespräch bitten. Selbst Emails keine offiziellen Briefe sind – hüten Sie sich davor, so zu schreiben, wie Sie reden würden. Höfliche Distanz ist auch hier angebracht. Deshalb:

  • Schreiben Sie niemals im Affekt. Lesen Sie die Nachricht erst noch einmal durch, bevor Sie auf „Senden“ klicken.
  • Seien Sie höflich. Die Leichtigkeit und Schnelligkeit von Emails sind kein Freibrief für unfreundliche Umgangsformen.
  • Fassen Sie sich kurz. Formulieren Sie knapp und einprägsam.
  • Eine Email soll für schnelle und formlose Information sorgen. Deshalb: immer sachlich bleiben, nicht abschweifen.
  • Die „Lesebestätigung“ sagt nicht aus, dass Ihre Nachricht den gewünschten Empfänger auch wirklich erreicht hat. Berücksichtigen Sie dies vor allem bei wichtigen Angelegenheiten. Wenn Sie etwas wirklich Wichtiges mitzuteilen haben, kündigen Sie dies per Telefon an; wenn Sie eine entsprechende Nachricht erhalten, bestätigen Sie deren Empfang – ebenfalls telefonisch.
  • Beteiligen Sie sich nicht an Serienbriefen! Und nicht an Rund-Mails mit Betteleien um Geld oder Warnungen vor angeblichen Viren („Hoax“).
  • Smileys oder Emoticons haben in all jenen Emails nichts verloren, die Sie in einer seriösen Angelegenheit schreiben: also an Ämter, an Ihre Bank, beim Bestellen im Internet oder bei Reklamationen.
  • Akronyme waren früher bei den „Internet-Freaks“ das A und O. Nachdem Emails aber heute zur normalen Korrespondenz gehören, sollten Sie zumindest bei offiziellen Mails darauf verzichten. Im Privaten gilt: Verwenden Sie nach Möglichkeit keine Abkürzungen, wenn Sie nicht sicher sind, dass der Empfänger sie kennt und versteht.
  • Bedenken Sie immer: Emails sind keine „sichere“ Post – viele können mitlesen. Mehr als bei jeder offenen Postkarte – und Sie wissen nie, wer mitliest. Deshalb muss man besonders sorgfältig formulieren und sollte keine vertraulichen Informationen verschicken.
  • Verwenden Sie keine Umlaute und kein „scharfes S“, wenn Sie nicht sicher sind, dass diese Buchstaben von der Software des Empfängers richtig gelesen werden können. Das heißt: In Newsgroups und Mailinglisten dürfen praktisch nie Umlaute verwendet werden.
  • Nutzen Sie neueste PC-Techniken nur, wenn der Empfänger einer Email damit klarkommt. Das gilt für das Einbeziehen von vorbereiteten Dateien, Verschlüsseln von Nachrichtenteilen, Senden von Sprachnachrichten oder generell Multimedia-Dokumenten.

weiter geht es hier >>> Die Netikette für Emails - Teil 2

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